Junge zeigt gepiercte Zunge. gettyimages.
Junge zeigt gepiercte Zunge. gettyimages.

Piercings und Tattoos

Piercings und Tattoos sind eine Form des Körperschmucks, die gerade in den letzten Jahren besonders in Mode gekommen sind. Manchen gefällt es, anderen wieder nicht. Hier kannst du nachlesen, wie weit du selbst entscheiden darfst, wie du deine Eltern vielleicht überzeugen kannst, worauf du achten solltest und noch vieles mehr.
Piercing und Tattoos eine Form des Körperschmucks
Jeder von uns unterstreicht seine Persönlichkeit und Individualität durch sein Aussehen. Sei es die Frisur, die Kleidung, das Handy oder auch der favorisierte Sport. Ein wichtiger Teil dieser Darstellung ist auch der Schmuck des Körpers, wie z.B. Ketten, Ringe, Armbänder, Mützen,..etc. Auch Tattoos und Piercings sind eine Möglichkeit seinen Körper zu schmücken. Und doch gibt es aber einen Unterschied zu den anderen oben genannten Schmuckformen.
Tattoos und Piercings sind ein Eingriff in deinen Körper. Informiere dich genau über die Risiken. Tattoos und Piercings sind ein Eingriff in deinen Körper und somit auch mit Risiken verbunden. Das ist nicht eine Geschichte der Erwachsenen, um Verbote auszusprechen, sondern das ist tatsächlich so. Deshalb müssen Tattoos und Piercings gut überlegt sein und es ist wichtig sich genau zu informieren.
Rechtliche Situation
Rechtlich geregelt ist in Österreich einerseits wer piercen und tätowieren darf – es gibt strenge hygienische und ausbildungstechnische Richtlinien - und andererseits auch, ab welchem Alter man sich piercen bzw. tätowieren lassen darf.
Tattoo am Rücken eines Mädchens. (aboutpixel.de, Kim czuma)
Es gibt genaue Altersgrenzen, was mit welchem Alter erlaubt ist. Informiere dich.
Was darfst du?
Willst du dich piercen oder tätowieren lassen, dann gelten folgende Altersgrenzen, die vom Gesetzgeber festgelegt wurden:

  • Tätowieren ist mit schriftlicher Einwilligung deiner Erziehungsberechtigten, im Normalfall sind das deine Eltern, ab dem 16. Lebensjahr erlaubt.


  • Bist du unter 14 Jahre alt, ist das Piercen nur mit dem schriftlichen Einverständnis deiner Eltern erlaubt.


  • Wenn du mindestens 14 Jahre alt bist, brauchst du keine Unterschrift von Erziehungsberechtigten, wenn anzunehmen ist, dass die gepiercte Stelle innerhalb von 24 Tagen verheilt.


  • Du und deine Eltern müsst über die Risiken (Allergien, Entzündungen, Komplikationen …) und die Nachbehandlung (Hygiene, Entfernung des Piercings…) informiert werden und dies schriftlich bestätigen.


  • Wenn es Hinweise auf bestimmte Krankheiten gibt (Hämophilie, Diabetes, HIV, Hepatitis, Ekzeme, Allergien…) ist das Piercen/Tätowieren verboten.

Tipp Sicherheit – darauf solltest du achten

  • Informiere dich genau über gute Piercing- bzw. Tattoostudios. Schau dich ruhig im Studio um. Wichtig ist, dass es sauber ist und dass Einwegnadeln aus sterilen Verpackungen verwendet werden.

  • Ein gutes Studio erkennst du auch daran, dass du ungefragt über mögliche Risiken, Folgen, Nachbehandlungen und rechtliche Aspekte informiert wirst.

  • In einem seriösen Studio müssen du bzw. deine Eltern schriftlich bestätigen, dass du über Risiken aufgeklärt wurdest und du dein Einverständnis gibst.

  • Wichtig ist auch, dass du dir für dich selbst genau überlegst welche Art von Körperschmuck du haben möchtest und dass dieser Wunsch auch über einen längeren Zeitraum besteht.
    Spontanaktionen sind beim Piercen und Tätowieren absolut nicht angebracht!
    Bevor du dir das Piercing machen lässt, könntest du einmal Schmuck zum Ankleben oder Anstecken ausprobieren, um zu sehen, ob es dir wirklich gefällt.


ACHTUNG:
Niemals solltest du versuchen dich selbst zu piercen bzw. zu tätowieren. Damit setzt du deine Gesundheit ganz massiv aufs Spiel. Hände weg davon!!
Bereite dich auf das Gespräch mit deinen Eltern vor. Eltern überzeugen
Wenn immer du Eltern von etwas überzeugen möchtest, ist es wichtig, dass du gute Argumente hast. Überlege dir also genau, warum dir eine bestimmte Form des Körperschmucks wichtig ist.
Zeige deinen Eltern, dass du dich schon über mögliche Risiken informiert hast. Das zeigt ihnen, dass du vernünftig an die Sache herangehst.
Biete deinen Eltern an, mit dir gemeinsam ein Studio zu besuchen, damit sie mögliche Fragen dort stellen können und sich Informationen direkt vor Ort holen können.
Tipp Alternativen
Sollte es nicht klappen, deine Eltern zu überzeugen, dann gibt es auch jede Menge Alternativen zum echten Piercing oder Tattoo. Es gibt superschöne Glitzersteine zum Aufkleben oder auch Ringe, die man einfach anstecken kann. Es gibt auch Körperfarben mit denen du dir selbst Tattoos aufmalen kannst oder auch Tattoostempel. Eine Alternative kann auch ein Henna Tattoo sein, das nach kurzer Zeit wieder ausbleicht.
Rat auf Draht
Wenn du noch Fragen zu dem Thema hast, dann ruf an. 147 Rat auf Draht, rund um die Uhr, ohne Vorwahl zum Nulltarif für dich da.
Foto: gettyimages.com
aboutpixel.de - Kim Czuma
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